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Aktuelle Herausforderungen und Aktionsfelder in Hinblick auf den demografischen Wandel

Als demografische Kerntrends in der Region Mitte Niedersachsen lassen sich benennen: Bevölkerungsrückgang insgesamt, Alterung der Bevölkerung und ein Rückgang der erwerbsfähigen Bewohner und solcher in der potenziellen Familiengründungsphase.

Im hiesigen ländlichen Raum haben markante Veränderungen stattgefunden. Dazu gehören die stark zurückgegangene Zuwanderung nach und vor allem in Deutschland und eine rasche und deutliche Abnahme der Altersgruppen, die als Familiengründer und Wohneigentumsbildner in Frage kommen. Der Wegzug vor allem junger Menschen ist ein regionales Phänomen.

Das Erarbeiten räumlich und fachlich übergreifender Handlungsansätze zur Sicherung der Daseinsvorsorge sowie die Verankerung dieser Ansätze in der Region hat sich deswegen das Regionalmanagement Mitte Niedersachsen im vergangenen Jahr zur zentralen Aufgabe gemacht (festgeschrieben als Be-schluss der Regionalversammlung im September 2010). Vorrangig wurden dabei zunächst drei prioritäre Aktionsfelder umrissen:

  • Die Sicherung der medizinischen Versorgung in der Region,
  • die Schaffung von – in Anbetracht der demografischen Veränderungen – tragfähigen, bedarfsgerechten Mobilitätsangeboten, die nicht nur auf die „klassischen“ liniengebundenen Verkehre der Landkreise setzen,
  • die Einführung eines regional agierenden Leerstandsmanagements.
Diese Aufgaben können bei sinkenden Bevölkerungszahlen und leeren öffentlichen Kassen kaum mehr durch jede Kommune einzeln erledigt werden. Die direkte Zusammenarbeit der Kommunen und gemeinsame Aufgabenerledigung kann Kosten sparen, Synergieeffekte effizienter nutzen und das Angebot auch qualitativ verbessern.