Die Region Mitte Niedersachsen ist von einer zunehmenden ärztlichen Unterversorgung und sich ausdünnenden gesundheitsbezogenen Infrastruktur betroffen. V.a. die Zahl der Hausärzte wird stark abnehmen, die medizinischen Angebote werden sich weiter aus der Fläche zurückziehen und konzentrieren (müssen).
Auch die „Nachfrage“ verändert sich: Der Patientenkreis wird älter und kleiner, Ansprüche und Bedürfnisse werden spezieller.
Auf diese Weise zeichnen sich in der Region Mitte Niedersachsen Ver-sorgungslücken ab, die zunächst gemeinde- und ortsteilspezifisch ermittelt werden. Dazu wird das regionale Angebot der medizinischen Grundver-sorgung aufgenommen und hinsichtlich der Versorgungsabdeckung und ge-fährdeter Standorte kleinräumig analysiert. Daneben werden die aktuelle Bewohnerstruktur und der zukünftige Bedarf ermittelt.
Zusammen mit den Kommunen, den Landkreisen und relevanten Institutionen (bspw. KVN) wird ein regionsweites Konzept mit effizienten und gut erreichbaren Schwerpunkten der Gesundheitsversorgung erarbeitet, das den zukünftigen Herausforderungen des demografischen Wandels aber auch ökonomischer Zwänge gerecht wird.
Unterstützende und flankierende Maßnahmen (z.B. Aufbau flexibler An-gebote samt Zentrale, Kooperationen, Gewinnung junger Hausärzte, Förderung als Modellregion) werden ebenfalls geprüft und ggf. umgesetzt.