Das Regionalmanagement hat sich in den zurückliegenden zwei Jahren vor allem mit der Verbesserung der touristischen Infrastruktur rund um den Weser-Radweg in der Region bemüht. In diesem Zusammenhang wurden zahlreiche Maßnahmen konzipiert und z. T. bereits umgesetzt.
Verwirklichung eines touristischen
Leitprojektes: Einrichtung einer
neuen attraktiven Wegeführung
am östlichen Weserufer von
Rohrsen nach Hoya
Hervorzuheben ist besonders die Schaffung einer neuen attraktiven Wegeführung auf der östlichen Weserseite zwischen Rohrsen und Hoya. Am 1. Mai 2010 konnte das Teilstück offiziell eingeweiht werden. Zusammen mit der Spargelkönigin Dorothee Vogel durchschnitt Staatssekretär Friedrich Otto Ripke das Band und gab freie Fahrt für die neue Strecke. Mit dabei waren Nienburgs Landrat Heinrich Eggers, Samtgemeindebürgermeister Detlef Meyer (SG Heemsen) und Behördenleiter Helmut Weiß (GLL Sulingen). Ziel der Umsetzung dieses regionalen Leitprojekts war es, eine attraktive Verbindung für Radtouristen und für Erholungssuchende herzustellen.
Durch den Lückenschluss erhalten die Samtgemeinden Heemsen, Eystrup und Hoya ein touristisch verbindendes Band. Durch die rund 8,9 km lange Teilstrecke kann der Abschnitt zwischen Drakenburg und Hoya jetzt ohne Unterbrechungen wesernah befahren werden. In den nächsten Monaten kommen noch Beschilderungen mit Hinweisen auf nahegelegene Gastronomie, Unterkünfte, Sehenswürdigkeiten, und attraktive Rastplätze hinzu. Planung, Ausschreibung und Überwachung der Bauleistungen wurden von der Grontmij Niederlassung Sulingen übernommen.
Im Rahmen des Regionalmanagements Mitte Niedersachsen hatten sich zehn Weseranrainerkommunen – die Samtgemeinde Thedinghausen im Landkreis Verden und die Samtgemeinden Grafschaft Hoya, Eystrup, Heemsen, Marklohe, Liebenau, Landesbergen, Uchte, die Gemeinde Stolzenau und die Stadt Nienburg im Landkreis Nienburg - das gemeinsame Ziel gesetzt, den Wassertourismus auf der Weser zu stärken.
Mit 433 km ist die Weser nach dem Main der zweitlängste, nur durch Deutschland fließende Fluss. In seinem Verlauf von Hannoversch Münden über Bremen bis zur Mündung in die Nordsee durchfließt die Weser zunächst das Weserbergland. Dort ist es in den letzten Jahren durch eine groß angelegte regionale Initiative unter Federführung der Weserbergland Tourismus gelungen, die Oberweser zu einem der führenden Kanureviere in Deutschland zu entwickeln. Der Bereich der sogenannten Mittelweser zwischen Minden und Bremen ist wassertouristisch bislang noch wenig entwickelt.
Mit Blick auf diesen besseren wassertouristischen Entwicklungsstand entlang der Ober- und Unterweser bestand Nachholbedarf für einen wassertouristischen Lückenschluss in der Mittelweser. Dies betraf neben dem Kanutourismus vor allem auch den motorisierten Sportbootverkehr.
Daher haben die zehn Kommunen im August 2008 das zu erarbeitende Konzept für die gewässertouristische Entwicklung der Mittelweser in Auftrag gegeben. Das Konzept wurde von der GLL (Behörde für Geoinformation, Landentwicklung und Liegenschaften) Sulingen gefördert. Nach dreimonatiger Bearbeitungszeit hat das beauftrage Beratungsbüro das im Vorfeld mit den Gemeinden abgestimmte Wassertourismuskonzept vorgelegt.
Die vorgeschlagenen Maßnahmen werden mittlerweile von den beteiligten Kommunen umgesetzt.
In allen drei integrierten ländlichen Entwicklungskonzepten (ILEK) Mitte Niedersachsen, Mittelweser und Sulinger Land wurde das Thema Reiten als wichtiges Handlungsfeld benannt.
Die Region hat gute Potenziale aufgrund zahlreicher Betriebe und Vereine rund um das Pferd, der Lage mitten im Reiterland Niedersachsen, des Wachstumsmarktes Reittourismus und der reittouristisch aktiven Nachbarregionen.
Unter der fachlichen Begleitung des Büros „BTE – Tourismusmanagement, Regionalentwicklung“ aus Hannover wurde im Januar 2009 mit einer Bestandserfassung der vorhandenen Betriebe und deren Entwicklungsvorstellungen begonnen. Den beteiligten Kommunen war es wichtig, gemeinsam mit den Betrieben das Handlungsprogramm zu entwickeln.
Mittlerweile liegt das Konzept vor. Erste Umsetzungen erfolgen bereits. So wird bsw. in Kooperation mit der Mittelwesertouristik GmbH eine Karte rund um das Thema Reittourismus erarbeitet.